Exposé schreiben
und Verlag finden –
für Sachbuch und Fachbuch

Ist das Exposé notwendig?
Ja, bei fast allen Verlagen!

Exposé schreiben: Tipps von den Sachbuch-Profis!

Warum ein detailliertes Inhaltsverzeichnis beim Sachbuch und Fachbuch so wichtig ist!

Das Inhaltsverzeichnis ist vergleichbar mit der Inhaltsangabe beim Roman. Der potentielle Leser, aber auch die potentiellen Verlage sowie die Buch-Agentur wollen wissen, worum es in dem Buch überhaupt geht. Dafür dient beim Sachbuch und Fachbuch das Inhaltsverzeichnis. Es bildet das Skelett des Buches und zeigt den roten Faden und die Struktur.

Es wird im detaillierten Inhaltsverzeichnis auch ersichtlich welche Themen dem Autor wichtig sind und welche Themen er umgeht oder ausspart. Ebenfalls zeigt das Inhaltsverzeichnis welche Stellung ein Sachbuchautor bezieht. Hat er extreme Ansichten? Stellt er viele Dinge infrage? Ist er wertfrei oder bezieht er eine klare Position? All diese Aspekte sind wichtig für einen Verlag sowie für den Leser. Es kann sofort über Interesse und Desinteresse entscheiden.

Bei der Struktur ist es wichtig, dass jedes Kapitel „erzählend“ darin eingebettet ist. Um den Inhalt ein wenig vorwegzunehmen, sind 2 bis 3 einleitende Sätze vorteilhaft, die auch den Weg aufzeigen, auf dem man sich mit diesem neuen Kapitel begibt. Jeder Leser will an die Hand genommen werden und durch den Inhalt geführt werden. Anders als bei Thrillern mit einem überraschenden Finale, ist es bei Sach- und Fachbüchern wichtig, den Inhalt mit dem letztendlichen Lerneffekt vorwegzunehmen. Andernfalls fragt sich der Kunde, warum er das Buch überhaupt kaufen soll.

Wenn alle Kapitel zusammen ein rundes Bild ergeben, freut sich der Verlag sowie der Endkunde. Die Hauptsache ist, dass sich der Autor des Sachbuches nicht verzettelt. Viele Autoren werden dies aus ihrer Zeit an der Uni kennen. Wenn man einen guten Lektor hatte, machte dieser einen auf unstimmige Gliederungen und Widersprüche aufmerksam. Genau das gilt es auch im Inhaltsverzeichnis des Sachbuches zu vermeiden.

 

Wie wichtig ist die eigene Expertise beim Schreiben eines Sachbuches?

Das kommt ganz auf die Ausrichtung des Projektes an. Beispielsweise ist es vorteilhaft, wenn ein neuer Gesundheitsratgeber mit therapeutischem Charakter von einem Autor oder einer Autorin geschrieben wird, die eine langjährige therapeutische Karriere vorweisen kann. Oder nehmen wir zum Beispiel ein Fitness-Buch. Man stelle sich vor, der Autor ist ein übergewichtiger ungesund aussehender Mensch, der noch nie trainiert hat und auch keinen Trainerschein besitzt. Würdest du lieber zu einem Buch greifen, dessen Autor gesund und trainiert aussieht sowie über die fachliche Expertise verfügt? Mit Sicherheit sogar!

Die Kaufentscheidung der Kunden ist ebenfalls häufig geprägt von der Motivation und Geschichte des Autors. Warum hat er dieses Sachbuch geschrieben? Beispielsweise war das Sachbuch „Darm mit Charme“ von Guilia Enders ein riesen Hit, gerade weil sie eine so „schmerzhafte“ Vorgeschichte hatte. Sie konnte ihre Hautkrankheit nicht in den Griff bekommen und wanderte von Arzt zu Arzt. Doch keiner konnte ihr so richtig helfen. Dann nahm sie die Verantwortung selbst in die Hand und fing an zu recherchieren. Sie fand heraus, dass die Ursache von Hautkrankheiten häufig im Darm zu finden sind.

Nach ihrer eigenen Recherche und der nun passenden Hilfe konnte sie ihre Krankheit besiegen und fing an Medizin zu studieren. Sie wurde eine absolute Expertin auf dem Gebiet der Darmgesundheit und hilft heute tausenden Menschen mit Darmproblemen. Das sind tolle Erfolgsgeschichten, die die Menschen lieben. Zwar verfügt Guilia Enders heute über eine Hochschulausbildung auf ihrem Gebiet, jedoch gibt es auch Sachbuchthemen, bei denen sowas nicht nötig ist.

Wenn der Autor sehr gut recherchieren kann, hochmotiviert ist und das Thema es zulässt, klappt es auch ohne „klassische Expertise“. Lasse deine Geschichte und Motivation also stets in dein Exposé miteinfließen. Der Verlag soll wissen, warum du genau der Richtige bist für dieses Buch.

 

Muss man das Buch unbedingt selber schreiben, auch wenn man kein guter Autor ist?

Es ist generell von Vorteil, wenn Expertise und Schreibtalent Hand in Hand gehen. Denn wenn der Autor einen Ghostwriter braucht, wird es vom Projektmanagement natürlich komplexer. Zudem schmälern externe Dienstleister das Honorar. Allerdings gibt es heutzutage moderne Buchcoaching-Agenturen, die einem den gesamten Schreibaufwand und die Buchvermarktung abnehmen können. Es kommt halt immer darauf an, was man investieren will – und was nicht.

Wenn jemand eine bahnbrechende Idee hat, schriftlich aber eher ein Legastheniker ist, kann man nach geeigneten Partnern suchen, damit das Projekt dennoch realisiert wird. Häufig haben Unternehmer und andere Experten auch nicht die Zeit ein eigenes Buch zu schreiben. Deswegen ist es heute nicht unbedingt notwendig, dass Buch selber zu schreiben. Der Internet-Star Gary Vaynerchuk gibt sogar offen und ehrlich zu, keins seiner Bestseller selber geschrieben zu haben. Jede Veröffentlichung war dennoch ein Bucherfolg. Content ist nun mal King! Und nicht jeder ist ein geborener Schreiber.

 

Sollte das erste Manuskript fertig sein, bevor man das Exposé schreibt?

Nein, das Manuskript muss nicht fertig sein. Dies wird lediglich bei Romanen häufig vom Verlag gefordert. Bei Sachbüchern ist es in der Regel so, dass der Verlag noch ein wenig mitsteuern will. Dennoch kann es nicht schaden, ein fertiges Manuskript zu haben. Denn es kam schon häufig vor, dass Autoren im Schreibprozess die Lust verloren haben oder die Qualität nicht halten konnten und das Projekt musste beendet werden. Ein fertiges Manuskript kann man immerhin adaptieren.

Trotzdem reicht es bei Sachbüchern aus, ein aussagekräftiges Exposé zu schreiben und eine gut ausgearbeitete Leseprobe einzureichen. Das sind aus Verlagssicht die Hauptgründe zum Kauf bzw. Aufnahme des Sachbuches.

 

Was ist einfacher, das Sachbuch oder der Roman?

Viele Autoren fragen sich, ob es einfacher ist in den Sachbuchmarkt oder in den Belletristikmarkt einzusteigen. Ganz einfach: Jeder sollte das machen, was er am besten kann. Es gibt natürlich Anforderungen an einen Sachbuchautor, mit denen sich ein Romanautor nicht herumschlagen muss. Sachbuchautoren müssen einen sehr genauen Kriterienkatalog erfüllen und werden vom Verlag passgenau eingeordnet und konfiguriert. Anders beim Romanautor – der hat viel mehr Handlungsfreiheit, muss aber durch einen einzigartigen und blitzsauberen Schreibstil und eine packende Geschichte überzeugen. Also steht hier nicht die Frage im Vordergrund, was einfacher ist, sondern was einem eher liegt.

Was muss alles ins Exposé?
Alles, was den Verlag überzeugt!

Exposé schreiben – Welche Eigenschaften sind besonders wichtig?

Damit der Verlag begeistert ist, sind in der Regel folgende Kriterien ausschlaggebend:

• Der Autor ist sympathisch, zuverlässig und kompetent
• Der Autor ist gut vernetzt
• Der Autor hat ein packendes, originelles und/oder witziges Thema
• Der Autor weiß sein Thema auf interessante und unterhaltsame Weise umzusetzen
• Der Autor hat einen Schreibstil, der zur Zielgruppe passt

Das sind nur einige Kriterien, die im Verlagskatalog abgehakt werden. Die oben beschriebenen Faktoren gehören definitiv zu den wichtigsten, für eine erfolgreiches Aufnahme. Sollte der Sachbuchautor nicht über die nötige Schreibexpertise verfügen, kann nachgeholfen werden. Ist das Exposé schlecht, aber das Potenzial des Projektes zu erkennen, wird der Verlag ebenfalls helfen und das Exposé auf die Erfordernisse zuschneiden.

Was jeder potentielle Sachbuchautor beachten sollte, um nicht direkt abgewiesen zu werden:

• Er sollte bloß nicht eine Rundmail an 40 Verlage schreiben, mit der Einleitung: „Hallo Leute, ich habe ein Buch geschrieben!“
• Ein Buch zu einem Thema schreiben, zu dem es keine Nachfrage auf dem Markt (also keine Leser) gibt.
• Besser kein Thema behandeln, welches überflutet ist mit vielen guten oder weniger guten Sachbüchern der Konkurrenz – lieber originell sein.

Es kommt auch vor, dass das Timing oder einfach das subjektive Interesse des Verlages an einem Thema gerade nicht vorhanden ist. Und das sogar hin und wieder, obwohl ein Interesse am Markt besteht. Nichtsdestotrotz sollte man sich nicht unterkriegen lassen und viele Verlage anschreiben, bevor man seine Idee verwirft oder anpasst.

Zum Thema Aktualität ist noch zu sagen, dass es nicht unbedingt notwendig ist, einen Trend zu bedienen. Wenn das Thema zeitlos, das Potenzial erkennbar sowie ein Mehrwert für den Leser vorhanden ist, hat es große Chancen aufgenommen zu werden. Wenn es einen Trend antizipiert, bei dem voraussichtlich die Nachfrage noch in 1 bis 2 Jahren existiert, dann ist das ebenfalls eine gute Voraussetzung. Allerdrings muss das Buch – und das sollte beim Lesen des Exposés deutlich werden – eigene Akzente setzen. Je deutlicher es sich von der Konkurrenz abhebt, desto besser.

Aber letzten Endes kann man Bucherfolge vorher nicht einschätzen. Niemand hätte rein objektiv betrachtet Guilia Enders einen solchen Erfolg prophezeit. Zwar ist die Zielgruppe von „Darm mit Charme“ riesig, weil ja jeder einen Darm hat. Dennoch hätten es viele Verlage abgelehnt, weil man sich nicht vorstellen konnte, dass Leute sich für das Innenleben ihres Darms interessieren könnten. Sie hat selber im Vorfeld dafür gesorgt – mit ihrer persönlichen Geschichte bei Science Slams – dass das Buch ins Rollen kommt. Ihre Agentin entdeckte sie und setzte das Thema richtig ein – ein brillanter Marketing-Schachzug.

Zudem hätte wohl niemand gedacht, dass ein Bud Spencer die Bestseller-Liste der 2010er Jahre für etliche Monate anführen würde. Diese Fehleinschätzungen lassen sich noch weiter fortführen. Doch bei Sachbüchern ist es in der Regel wahrscheinlicher das Potenzial einzuschätzen. Eine der größten Fehleinschätzungen der Belletristik war wohl die Ablehnung eines französischen Verlegers vom „Da Vinci Code“ von Dan Brown. Der Verleger behauptete, dass niemand daran interessiert sein kann, ein Buch zu lesen, welches in Paris spielt, aber von einem Amerikaner geschrieben wurde. Weit gefehlt Monsieur!

Deswegen ist es Autoren dringend ans Herz zu legen, für ihr Thema einzustehen, wenn man dafür brennt und daran glaubt. Wenn die Autoren das Exposé schreiben, ist es wichtig authentisch zu sein und hochmotiviert. Eine vorige Marktrecherche sollte nicht fehlen und man sollte sich fragen, ob man noch etwas Neues und Originelles zu diesem Thema beitragen kann. Welche Lösungen haben anderen Autoren bisher übersehen? Welche Themen sind bisher eher missverstanden oder schwierig umsetzbar? Welches Thema ist sehr kontrovers oder polarisierend? Alles Faktoren, die beim Schreiben des Exposés berücksichtigt werden sollten. Und dann heißt es einfach nur: Abschicken und nicht unterkriegen lassen.

 

Du willst ein Exposé schreiben? Eine Checkliste als Übersicht!

Als die persönliche Visitenkarte des Autors ist dem Exposé besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Hier zeigen wir dir, wie du deine Buchidee besonders effektiv in einem Exposé verpackst.

 

1. Anschreiben

Wecke direkt Interesse und stelle dich vor. Was willst du für ein Buch schreiben und warum bist du dafür genau richtig? Warum wählst du gerade diesen Verlag und keinen anderen? Mit wenigen Sätzen leitest du dein Exposé ein.

 

2. Kurze und knackige Autorenvita

In der Kurzbiografie sollten die wichtigsten und relevanteste Stationen der Laufbahn aufgelistet sein. Ebenso sollten alle persönlichen Angaben, die Einfluss auf das eigene Buch haben, mit einfließen. Sollte man beispielsweise das Thema Zeitmanagement als berufstätige Mutter wählen, ist es von Vorteil, wenn die Autorin selbst Mutter ist. Glaubwürdigkeit ist eines der größten Faktoren für deinen Sachbucherfolg.

 

3. Alle notwendigen Infos und Daten zum Buch

Hierzu gehören erstmal der Arbeitstitel und der Untertitel. Jeder Autor sollte sich genügend Zeit nehmen, um einen ansprechenden Titel zu finden. Oft ist der Titel schon die Eintrittskarte zum Verlag und späteren Bucherfolg. Auch der Untertitel sollte genau auf die Zielgruppe abgestimmt sein und auf einen Blick klar machen, was der Leser bekommt. Die geschätzte Seitenanzahl, die Anzahl und die Art der Abbildungen sowie der geplante Fertigstellungstermin sind weitere relevante Daten.

 

4. Überzeugende Inhaltsangabe bzw. Inhaltsverzeichnis

Die Inhaltsangabe gilt als Aushängeschild des Buches und sollte sofort das Interesse des Lesers wecken. In 4 bis 5 Sätzen sollte eine Kurzbeschreibung den Leser in die Thematik einführen und neugierig machen. Zudem ist die Gliederung, vor allem bei Sachbüchern, enorm wichtig. Die Kapitel und Zwischenüberschriften sollten die Tonalität der Zielgruppe genau treffen.

 

5. Zielgruppe bis ins Detail definieren

Es kann sehr hilfreich sein sich einen Avatar seines Wunschkunden zu entwerfen. Je genauer du die Bedürfnisse deiner Zielgruppe kennst, desto besser kannst du sie ansprechen und ein großes Interesse wecken. Natürlich sollte die Zielgruppe nicht zu klein sein. Aber es muss auch kein riesiger, stark umkämpfter Markt sein. Folgende Fragen solltest du dir stellen:

• Was ist deine Nische bzw. Zielgruppe für dein Sachbuch oder Fachbuch?
• Wie groß ist deine Zielgruppe bzw. dein Markt?
• Welches sind die größten Probleme, Herausforderungen oder Interessen deiner Zielgruppe?
• Über welche Kanäle kannst du deine Zielgruppe am besten erreichen?

 

6. Detaillierte Marktanalyse

Verlage möchten außerdem wissen, wie die Situation auf dem Markt aussieht:

• Wie ist die aktuelle Wettbewerbssituation?
• Welche Bücher gibt es bereits zu diesem Thema?
• Was ist das Alleinstellungsmerkmal des Buches?
• Welche andere Sichtweise nimmt dein Sachbuch ein?
• Warum ist das Timing gerade besonders gut für das Sachbuch?
• Gibt es Trends oder aktuelle Entwicklungen, über die der Leser erfahren muss?

 

7. Vermarktung und Fähigkeiten im Selbstmarketing

Finde alle Argumente, die für dein Buch sprechen und überlege dir auch, welche Multiplikatoren helfen könnten, dein Buch schneller bekannt zu machen. Mindestens 5 gute Verkaufsargumente sollten es schon sein. Wenn man das Exposé schreibt, sollte man zudem zeigen, dass man auch selber den Erfolg des Buches ankurbeln kann. Hilfreich sind ein gutes Netzwerk, ein eigener Blog, relevante Gruppen oder Vereine, über die sich das Buch besser verkaufen können und viele weitere potenzielle Buchmarketing-Kanäle. Hier heißt es der Kreativität freien Lauf lassen.

 

8. Probekapitel

Das Probekapitel ist kein Muss. Es kann aber helfen, dem Verlag zu zeigen, wie überzeugend man schreiben kann und das ein Manuskript bereits entsteht oder schon vorhanden ist. Das Kapitel sollte nicht das Vorwort, sondern mitten aus dem Buch gegriffen sein.

Ist es schwierig einen Verlag zu finden?
Mit der richtigen Strategie nicht!

Wie man den richtigen Sachbuchverlag findet

Wie man einen passenden Sachbuchverlag findet, zeigen wir dir anhand folgender Schritte. Lasse dich nach den ersten Absagen nicht zu schnell unterkriegen. Wenn du dieser Strategie folgst und standhaft bleibst, wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Verlag für dein Sachbuch oder Fachbuch gewinnen.

 

1. Für wen schreibst du dein Sachbuch?

Zuerst sollte man sich darüber im Klaren sein, für wen man das Sachbuch eigentlich schreibt. Es gibt nicht nur Verlage für verschiedene Genres, sondern auch für verschiedene Zielgruppen. Deswegen solltest du dich zunächst fragen, wie dein Wunschkunde genau aussieht. Erst wenn du deine Wunschzielgruppe herausgearbeitet hast, kannst du auf Verlagssuche gehen.

Nehmen wir zum Beispiel an, du willst ein Fachbuch – und kein Sachbuch – über Quantenphysik schreiben. Deine Zielgruppe besteht aus Menschen, die spezifische wissenschaftliche Fragen beantwortet haben wollen. Hierfür eignet sich beispielsweise der Springer Gabler Verlag. Mit einem Buch über Quantenphysik brauchst du deine wertvolle Energie für die Verlagsakquise nicht verschwenden, wenn du keine Ahnung hast, welcher Verlag für welche Zielgruppe steht.

Wenn du dagegen ein Buch über den neusten Yoga- und Meditationstrend schreibst kommt zum Beispiel der Kösel Verlag für dein Sachbuch infrage. Dieser Verlag steht für die Zielgruppe der Sinnsuchenden. Solltest du beispielsweise eine Biografie schreiben wollen, sind beide genannten Verlage die falsche Wahl. Dann ist wiederum der RG Fischer Verlag eventuell etwas für dich. Mache dich selbst schlau und stelle dir die richtigen Fragen. Wem soll es helfen? Wer braucht es wofür? Wer hat den größten Nutzen? Welche Fragen sollen mit dem Sachbuch beantwortet werden? Hier findest du eine ausführliche Liste deutscher Verlage.

 

2. Was liest deine Zielgruppe sonst für Bücher?

Der nächste Schritt besteht darin, sich sprichwörtlich das Bücherregal deiner Wunschkunden anzuschauen. Welche Bücher hat deine Zielgruppe in der Vergangenheit gelesen? Welche Fragen beschäftigen sie? Gibt es andere verwandte Themen, die ebenfalls für deine Zielgruppe interessant sind? Greift dein Kunde eher zur wissenschaftlichen Literatur oder zu leicht verständlichen Büchern? Werden eher Ratgeber gelesen oder ist das Bücherregal voll von Biografien? Je mehr Fragen und recherchierte Antworten, desto besser.

 

3. Passen Verlag und Autor zusammen?

Ein oft übersehenes Kriterium führt häufig zu Unzufriedenheit und einer schlechten Zusammenarbeit. Jeder Autor muss sich die Frage stellen, ob der Verlag vom Stil überhaupt zu einem passt. Nicht nur das Thema und die Zielgruppe müssen passen, sondern auch der Fakt, dass der Verlag dein Sachbuch in einem bestimmten Stil erwartet. Das bedeutet, dass dich jeder Autor die Frage stellen muss, ob er überhaupt in den geforderten Stil und die Arbeitsstruktur des Verlages hineinpasst.

Passen die Qualität und die Tonalität zum eigenen Stil? Bleibe dir stets treu und untergrabe nicht deine eigene Authentizität oder deine Qualität, nur um es einem Verlag recht zu machen. Als Alternative gibt es das Selfpublishing ohne Verlag. Vielleicht hast du damit nicht die Marketingpower, wie mit einem großen Verlag im Rücken, aber man kann sich freier entfalten und hat einen deutlich größeren Anteil, an seinen Bucherlösen. Jeder sollte die Für und Wider gegeneinander abwägen. Für Vielbeschäftigte gibt es auch noch die Möglichkeit der professionellen Buchcoaching-Agentur.

 

4. Was fordert der Verlag?

Hast du dich für einen Verlag entschieden, gilt es herauszufinden, was der Verlag von dir benötigt. Bei fast allen Verlagen ist ein Exposé notwendig. Für genauere Infos bieten die einzelnen Verlage auf ihren Webseiten eine Auflistung für die notwendigen Angaben über dein Buch. Manchmal sind diese Anforderungen auch ein wenig auf der Webseite versteckt. Solltest du die Informationen nicht finden können, rufe einfach den Verlag an.

 

5. Exposé schreiben – nach den Vorgaben des Verlages

Jeder Verlag hat ebenfalls seine bestimmten Vorgaben, was das Exposé angeht. Wenn der Verlag beispielsweise eine gewisse Seitenanzahl fordert, dann versuche diese möglichst einzuhalten. Schicke auch nicht einen Teil deines halbfertigen Manuskripts, wenn dies nicht gefordert ist. Das macht keinen professionellen Eindruck. Nimm die Vorgaben ernst, denn solltest du bei einem Verlag einmal abgelehnt worden sein, ist es so gut wie unmöglich, nochmal eine Chance zu bekommen.

 

6. Geduld ist gefragt

Verlage ertrinken in Manuskripten und Exposés. Deswegen ist es nicht wirklich verwunderlich, dass eine Antwort schon mal auf sich warten lässt. Es kann sogar vorkommen, dass man bis zu 6 Monaten auf eine Antwort wartet. Oder eben gar keine erhält. Lasse dich davon nicht unterkriegen. Dann war es auch der falsche Verlag. Sollte die Geduld nicht reichen, gibt es mit dem Selfpublishing und der Buchcoaching-Agentur für Jeden eine passende Alternative.

Ich bin Markus Coenen. Wir machen das zusammen!

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