Wie vermarkte ich mein Fach- oder Sachbuch auf Social Media?

Passt ein Sach- oder Fachbuch auf Social-Media Plattformen?
Mit einer klaren Vermarktungs-Strategie ganz sicher!

Wieso sollte ich Fach- und Sachbücher überhaupt auf sozialen Netzwerken vermarkten? Ausgezeichnete Frage! Anders als mit Flyern oder Zeitungsanzeigen kannst du mit Social-Media-Marketing Millionen Leute gleichzeitig erreichen und zwar genau die richtigen Leute. Menschen, die im Idealfall genauso begeistert von deinem neuen Buch sind wie du!

Kurzum: Mit Social-Media-Marketing machst du Kunden zu Fans.

Welche Kanäle sind die richtigen, um mein Buch zu vermarkten?

Ich möchte ehrlich mit dir sein, Social-Media-Marketing bedeutet regelmäßige Arbeit und Investitionen. Umso wichtiger ist es daher direkt die Kanäle auszuwählen, wo deine potenziellen Kunden unterwegs sind. Die ersten Fragen, die du dir vor dem Buch vermarkten also stellen solltest, sind: Wer ist meine Zielgruppe? Und wo treibt sie sich rum?

Und mit Zielgruppe meine ich nicht wer wird dein Buch lesen, sondern wer wird es kaufen. Ein wichtiger Unterschied, gerade im Sach- und Fachbuch Bereich!

Wie alt ist der Käufer? Welches Geschlecht hat er? Was sind seine Interessen? Woher kommt er genau? Was erhofft er sich durch den Kauf deines Buches?

Wenn du deine Persona bereits in- und auswendig kennst kannst du dir nun ein oder zwei passende Kanäle aussuchen, um dein Buch zu vermarkten. Sobald du Fuß gefasst hast in der Welt der sozialen Medien kannst du natürlich auch noch weitere Kanäle für dich in Anspruch nehmen. Die beliebtesten Plattformen und ihre Demografien im Überblick habe ich dir hier aufgelistet (Die Reihenfolge entspricht übrigens in meiner Beratung die Regelempfehlung):

LinkedIn

In der DACH-Region nutzen rund 14 Millionen Menschen LinkedIn. In Deutschland ist das soziale Netzwerk besonders unter den 30 bis 39-Jährigen gefragt. Des Weiteren verwenden rund 17% der Deutschen 40 bis 49 sowie 20 bis 29-jährigen LinkedIn regelmäßig. Besonders für dich als Sach- und Fachbuch Autor ist daher eine professionelle Plattform wie LinkedIn unerlässlich.

Xing

Rund 16,4 Millionen Menschen hat Xing in 2019 als Nutzer in der DACH-Region verzeichnen können. Davon sind knapp 2,5 Millionen jede Woche aktiv auf der Plattform unterwegs. Für dich als deutschsprachiger Sach- und Fachbuch Autor ist Xing also eine wirklich gute Anlaufstelle. Ein besonderer Vorteil von Xing gegenüber LinkedIn ist die Portfolio-Seite die speziell von Bloggern sowie Autoren gern genutzt wird, um die eigene Rolle auf Xing besser darzustellen.

Facebook

Insgesamt 25,9 Millionen Deutsche nutzen Facebook. Die Plattform zählt daher zu den beliebtesten unter E-Marketern, zudem ist eine Werbeanzeige schnell und simpel eingerichtet mit dem Facebook Business Manager. Die meisten Facebook Nutzer in Deutschland (männlich und weiblich) sind 25 bis 34 Jahre alt. Neuste Statistiken zeigen außerdem, dass der “typische” Facebook Nutzer immer älter wird. Sollte deine Zielgruppe also zwischen 25 und 54 Jahre alt sein bist du bei Facebook goldrichtig.

ProTipp: Wenn du bei Facebook Werbung schalten möchtest, lohnt es sich das Facebook Pixel auf deiner Webseite zu installieren. Es hilft dir deinen Umsatz zu steigern und den Erfolg deiner Werbeanzeige zu messen, indem es deine Werbung an die richtigen Personen ausliefert.

Instagram

Instagram hat in Deutschland rund 19 Millionen Nutzer. Während Facebook in den letzten Jahren erste Nutzer Einbußen verzeichnen musste, wächst Instagram weiterhin. Gerade unter den 14 bis 29-Jährigen ist die Plattform sehr beliebt. Durch die Zusammenarbeit mit sogenannten Influencern kann man auch als noch unbekannter Autor viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Pro-Tipp: Instagram hat ein Shopping Feature integriert, mit dem weltweit über 130 Millionen Menschen interagieren. Verkaufst du deine Bücher also über einen Online-Shop, dann solltest du dich definitiv näher mit Instagram beschäftigen.

Pinterest

Pinterest ist, ähnlich wie Instagram, eine Plattform für visuellen Bilder Content. In Deutschland sind mehr als 7 Millionen Menschen bei Pinterest registriert. Interessanterweise sind 70% der Pinterest Nutzer weiblich. 72% der bei Pinterest aktiven Menschen sind zwischen 18 und 44 Jahre alt. Sollte dein Buch sich also an Frauen richten, solltest du dich mal genauer auf Pinterest umschauen.

YouTube

YouTube wird besonders von der jüngeren Generation genutzt, weshalb verstärkt 14 bis 19-jährige dort zu finden sind. Dennoch sollte man YouTube nicht direkt außer Acht lassen, denn es ist das aktivste soziale Netzwerk in Deutschland. Am wenigsten wird YouTube von 60+ jährigen genutzt, dennoch gaben 68% von ihnen an YouTube regelmäßig zu nutzen. Mehr als 2 Milliarden Menschen sind auf YouTube weltweit registriert. Also, wenn du vorhast dein Buch mithilfe von Videos zu vermarkten, dann wirst du um YouTube nicht herumkommen.

Twitter

Rund 10 Millionen Deutsche nutzen Twitter, davon sind 5.3 Millionen regelmäßig auf der Plattform (sprich mindestens 1x im Monat). Besonders beliebt ist Twitter unter den 20 bis 39-jährigen. Mit 280 Zeichen bist du natürlich sehr eingeschränkt was deinen Content angeht, allerdings bietet Twitter dir interessante Möglichkeiten deine Zielgruppe anzusprechen zum Beispiel über ein spezielles Keyword-Targeting.

TikTok

TikTok (einigen auch noch als musical.ly bekannt) ist ein Netzwerk für Video-Content. Ein großer Vorteil der Plattform ist, dass man mit nur einem guten Video „viral“ gehen kann und dafür kein Geld in die Hand nehmen muss. Selbst ohne viral zu gehen erhält ein Video im Durchschnitt 500 bis 800 Ansichten – und das, ohne einen einzigen Abonnenten haben zu müssen. Die Plattform wird zurzeit jedoch überwiegend von 14 bis 20-Jährigen genutzt. Für dich als Fach- und Sachbuchautor also wahrscheinlich erst einmal uninteressant. Trotzdem lohnt es sich weiterhin ein Auge auf TikTok, als Nischenplattform zu werfen, immerhin nutzen es fast 5,5 Millionen Deutsche regelmäßig.

Erfolgreich mein Buch vermarkten: Wie gestalte ich Posts am besten?

Gerade, wenn es um Anzeigen Gestaltung geht, gibt es nicht das eine richtige Rezept. Als Autor von Fach- und Sachbüchern lohnt es sich daher auch mal herum zu probieren. Spiele zum Beispiel mit verschiedenen Buchcovern und beziehe deine potenziellen Leser in den Entscheidungsprozess mit ein (Hier findest du übrigens Tipps für das optimale Buchcover). Zum einen sorgst du damit für Interaktionen und generierst mehr organische Reichweite und zum anderen wählst du direkt ein Cover was deiner Leserschaft gefällt.

Trotzdem gibt es natürlich ein paar Tricks, die sich bewährt haben. Nachfolgend habe ich für die, aus meiner Sicht, relevantesten Social-Media-Kanäle ein paar Tipps zusammengestellt.

Allgemeine Tipps

Social Media ist, wie der Name schon sagt, SOCIAL. Egal auf welchem Kanal du dein Buch vermarkten möchtest, es ist wichtig in Kontakt mit potenziellen Käufern zu kommen. Quasi ins Gespräch kommen, um später Gesprächsthema zu werden. Mit meinen allgemeinen Tipps möchte ich dir gerne drei Strategien zum Verfassen von Posts auf sozialen Medien vorstellen.

  • Provokation
    Das ist für dich wahrscheinlich nichts Neues. Provokative Fragen erzeugen viele Interaktionen und Gespräche. Schreibst du zum Beispiel ein Fachbuch als Coach für Bewerber könntest du dein Buchcover posten mit der Frage: „Haben Sie überhaupt Lust zu arbeiten?“
  • Wir-Gefühl
    Das Schöne an sozialen Medien ist, dass wir Gemeinschaften bilden können während wir zu Hause auf dem Sofa liegen. Versuche mit deinen Posts ein „Wir-Gefühl“ zu erzeugen. Das geht zum Beispiel durch Fragestellungen: „Wer kennt das auch, wenn …“, oder den direkten Hinweis auf die Gemeinschaft, die du bildest: „Dieses Buch ist für alle die …“
  • Etwas Gutes tun
    Tust du mit deinem Buch etwas Gutes? Spendest du einen Teil deines Erlöses oder stiftest eine bestimmte Anzahl an Exemplaren Schulen/Universitäten/Bildungseinrichtungen? Dann teile das mit deinen Abonnenten. Zum Beispiel könntest du für jedes verkaufte Buch 1 € spenden oder für jeden 50ten Verkauf einen Baum pflanzen. Wir alle lieben das Gefühl etwas Gutes zu tun, vor allem wenn wir es mit anderen auf sozialen Netzwerken teilen können. 

LinkedIn Tipps

Bei LinkedIn darf dein Post-Text ruhig lang sein. Man hat herausgefunden, dass Leute auf LinkedIn lange Posts lesen und erst dann, wenn sie interessiert sind auf den Link klicken. Am besten strukturierst du ihn mit vielen Unterpunkten. Anstatt Striche oder Punkte zur Unterteilung zu verwenden kannst du gerne Emojis nehmen.

Wenn du Videos hochlädst solltest du darauf achten, dass dein Video Untertitel hat. Deine Leser sitzen mit aller Wahrscheinlichkeit auf der Arbeit oder im Zug und können sich kein Video mit Ton anhören, sind aber an deinem Inhalt interessiert. Hast du also keine Untertitel verlierst du wertvolle Leads!

Die beste Zeit, um auf LinkedIn zu posten ist mittwochs zwischen 8 und 10 Uhr aber auch 16 bis 18 Uhr ist ein guter Zeitraum.

LinkedIn empfiehlt 20 Posts pro Monat zu posten, ideal wäre es natürlich, wenn du es schaffst 1x pro Tag etwas online zu stellen.

Xing Tipps

Xing hat besonders strenge Regeln, wenn es um das Teilen von Beiträgen in Gruppen sowie Eigenwerbung geht. Es ist daher wichtig, dass du dich vorab mit den Richtlinien auseinandersetzt, um eine Sperrung zu vermeiden. Wie bei den anderen sozialen Netzwerken auch solltest du daher nur relevanten und informativen Content posten.

Wenn du einen persönlichen Beitrag postest sollte dieser exklusive Link nicht länger als 420 Zeichen lang sein, leider kannst du diesem kein Bild hinzufügen. Ein Update auf deiner Xing Business-Seite darf hingegen deutlich länger sein. Füge deinem Update eine separate Headline sowie ein Bild hinzu und schreibe circa 2000 Zeichen inklusive des Links.

Die beste Zeit, um auf Xing zu posten ist wochentags zwischen 7 und 10 Uhr aber auch 16 bis 19 Uhr ist ein guter Zeitraum.

Xing empfiehlt für die Posting-Frequenz die 5-3-2 Regel anzuwenden. Für dich bedeutet das fünf Beiträge anderer die du für wertvoll hältst zu teilen, drei Marketing Beiträge zu posten und diese mit insgesamt zwei persönlichen Beiträgen von dir zu mischen.

Facebook Tipps

Auf Facebook gilt es sich kurzzuhalten. Dein Post sollte daher nicht weniger als 20 und nicht mehr als 50 Wörter enthalten. Emojis können hier geschickt eingesetzt werden, um den Text aufzulockern. Locke dein Publikum mit kostenlosen Leseproben deines Buches oder anderen Content-Kostproben. Außerdem kannst du deinen Post auch mit einem Visual ausstatten wie zum Beispiel einem Bild, GIF oder einem Video.

Die beste Zeit, um auf Facebook zu posten ist montags und freitags zwischen 12 und 15 Uhr aber auch 19 Uhr ist ein guter Zeitpunkt.

Bei Facebook ist es vor allem wichtig relevanten Content zu posten. Bis 10,000 Fans solltest du idealerweise 1-5x pro Monat auf Facebook posten. Ab 10,000 Fans solltest du jedoch 31-60x pro Monat einen Post erstellen.

Instagram Tipps

Instagram lebt von kreativen, ästhetischen Fotos sowie Kurzvideos. Solltest du dich also für Instagram als Kanal entschieden haben, musst du deinen Content visuell aufarbeiten. Hast du noch kein Material, empfehle ich dir für den Anfang mit Canva zu arbeiten. Canva bietet dir hunderte kostenlose Vorlagen im richtigen Format, die du ganz einfach nach deinen Wünschen anpassen kannst.

Der Text zu deinem Bild/Video sollte mindestens 300 Zeichen lang sein, ab 1,000 Followern sollte dein Text sogar länger als 1500 Zeichen sein. Um möglichst viel organische Reichweite zu generieren ist es zudem wichtig viele Hashtags einzusetzen. Pass aber auf, dass du nur Hashtags verwendest, die auch zu deinem Foto passen, sonst wirkt sich das negativ auf deine Reichweite aus.

Die beste Zeit, um auf Instagram zu posten ist donnerstags zwischen 11 und 13 Uhr aber auch 19 bis 21 Uhr ist ein guter Zeitraum.

Bei Instagram ist es vor allem wichtig gleichmäßig zu posten, entscheidest du dich also einmal für eine Frequenz solltest du diese unbedingt beibehalten. Idealerweise solltest du 1-2x pro Tag auf Instagram Fotos hochladen.

Ein Buch auf Social Media vermarkten: Abschließende Worte

Bevor du jetzt loslegst und dein Buch vermarktest, möchte ich dir noch eine Sache mit auf den Weg geben: Dran bleiben! Besonders am Anfang kann Social-Media-Marketing mühsam wirken, da man noch kein oder nur ein kleines Publikum hat. Mit der Zeit wirst du den Effekt jedoch klar spüren können. Wichtig ist den Erfolg einzelner Posts zu überwachen und niemals aufzugeben. So kannst du ausprobieren was deiner Zuhörerschaft am besten gefällt und deine Inhalte dementsprechend gestalten.

Ich hoffe, dass dir die Strategien und Tipps geholfen haben dein Buch auf Social Media zu vermarkten. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und deine eigenen Erfahrungsberichte zum Thema Social-Media-Marketing für Fach- und Sachbücher. Falls du zu einem der Themen oder Kanäle mehr wissen möchtest, teile mir das gerne mit und ich werde einen weiteren Artikel für dich dazu schreiben.

Ich bin Markus Coenen. Wir machen das zusammen!

Ich bin Markus Coenen. Wir machen das zusammen!